278 Einblicke in die Lifestyle-Schlank-Fragen an Julia-Gruppe: Über Essanfälle, Binge-Eating, Sucht & intuitives Essen

In der heutigen Folge von „Lifestyle schlank“ gewähre ich euch einen originalen Einblick in die „Fragen an Julia“ Telegram-Gruppe, die ein Bestandteil meines 10-wöchigen Online-Coaching-Programms „Lifestyle schlank“ ist.

In dieser Gruppe dürfen mich die Teilnehmer während der 10 Wochen alles fragen, was sie auf dem Herzen haben.

Immer wieder erhalte ich Feedback von Teilnehmern darüber, wie sehr die Fragen anderer Teilnehmer und meine Antworten ihnen weitergeholfen haben. Manchmal sind es Fragen, auf die sie selbst nicht gekommen wären, obwohl sie ähnliche Probleme haben. Andere trauen sich möglicherweise nicht, ihre eigenen Fragen zu stellen. Oder sie erkennen einfach, anhand der Fragen, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind. Ich teile heute ein paar dieser Fragen und meine Antworten darauf, weil ich hoffe, dass sie auch dir weiterhelfen können.

Wir sprechen darüber

  • Warum dir Schlaf helfen kann, Binge-Eating-Essanfälle zu vermeiden?
  • Warum positive Selbstgespräche dir helfen können, Essanfälle zu vermeiden?
  • Was du tun solltest, wenn Essen zu einer Sucht geworden ist?
  • Was du tun solltest, wenn du es einfach nicht bei einem Stück Schokolade belassen kannst.
  • Was du tun solltest, wenn du ständig zwischen strikten Diäten und maßlosem Essverhalten hin und her pendelst.
  • Wie du auf Ängste, anstelle von Essen, reagieren kannst?
  • Wie du es schaffst, dich freier und intuitiver zu ernähren?

Ich wünsche dir wie immer viel Spaß und viele neue Erkenntnisse beim Zuhören.

In dieser Podcastfolge beantworte ich folgende Fragen:

Warum dir Schlaf helfen kann, Binge-Eating-Essanfälle zu vermeiden?

Hallo liebe Julia,

ich (47) habe bereits seit meiner frühen Jugend eine Binge-Eating-Störung, die mal mehr, mal weniger zum Vorschein kommt. Eine Auslösesituation bekomme ich sehr schwer in den Griff: Nachdem ich in der Woche eingespannt war und berufliche sowie familiäre Dinge erledigt habe, habe ich einige Stunden freie Zeit zur Verfügung (eigentlich ja optimal – Me-Time). Ich habe auch vor längerer Zeit einige Dinge gebrainstormt, die ich machen könnte (Nähen, Crosstrainer, Malen). Innerlich habe ich jedoch keine Energie, damit anzufangen. Der Gedanke ist: „Du musst die freie Zeit sinnvoll für dich nutzen und nicht auf der Couch vergeuden.“ Dann taucht der Gedanke an die Süßigkeiten (Vorrat der übrigen Familienmitglieder) auf. Innerlich wehre ich mich dagegen und mache mir klar, dass Nachgeben wieder zu Essanfällen führt. Oft kann ich gleichwohl nicht widerstehen und fühle mich wie ferngesteuert, wenn ich dann esse. Ich hatte den Gedanken, dass ich vielleicht Ruhe gebrauchen könnte und vielleicht doch lieber geschlafen hätte. Nachdem ich den Essanfall hatte, bin ich ja dann auch quasi ausgeknockt. Aber ich will meine kostbare Freizeit auch nicht mit Schlafen verbringen. Hast du eine Idee, wie ich mit dieser Situation künftig umgehen kann? Wie kann ich meine Energie ein bisschen steigern für alternative Verhaltensweisen?

Liebe Grüße

Wie können positive Selbstgespräche helfen, Essanfälle zu vermeiden?

Hallo Julia,

bei mir treten maßlose Essanfälle mit Schokolade hauptsächlich abends nach der Arbeit auf, meistens auf der 45-minütigen Heimfahrt im Auto. Die Emotion, die dahintersteckt, ist entweder Müdigkeit oder Enttäuschung, weil z.B. der Tag im Büro zu lange war und ich deshalb mein Training zeitlich nicht so durchführen kann, wie ich mir das vorgenommen habe. Die Schokolade kaufe ich mir unterwegs in der Tankstelle oder im Supermarkt (ich fahre da extra hin 🙈!) Und dann wird das im Auto verhaftet. Wenn ich es schaffe, die Hürde zu überwinden und direkt nach Hause oder ins Training zu fahren, ist alles okay und es kommt auch kein Essanfall mehr. Gebe ich dem Verlangen nach, falle ich zu Hause ins Zuckerkoma und dann geht gar nichts mehr. Das ist natürlich vollkommen konträr zu dem, was ich eigentlich wollte. Als alternative Handlung habe ich mir überlegt, im Auto einen Apfel zu essen. Und eventuell später mal in einem zweiten Schritt dann den „Ersatz-Apfel“ wegzulassen. Oder sollte ich lieber nicht das Essen durch anderes Essen ersetzen?

Liebe Grüße und gute Heilung für deine Rippe.

Was du tun solltest, wenn Essen zu einer Sucht geworden ist?

Liebe Julia,

ich merke, dass es mir guttut, ein Ernährungstagebuch zu führen und jeweils im Moment aufzuschreiben, wenn ich etwas essen möchte. Ich habe aber immer wieder Essanfälle oder überesse mich mit zu großen Portionen. Beides belastet mich sehr und schränkt mich in meiner Lebensqualität ein. Vor allem treten diese Essanfälle auf, wenn ich meine gewohnten Essenszeiten nicht einhalten kann oder wenn ich unterwegs oder in Gesellschaft bin. Dann kann ich oft nicht mehr aufhören, mehr und mehr zu essen. Ich merke auch, dass ich nach solchen Essattacken wie in ein „Loch“ oder ein Komma falle und mich dann für mehrere Stunden zurückziehe und isoliere, bis ich mich wieder „spüre“. Es ist mir sehr unangenehm, darüber zu sprechen, und auch wenn jemand das bemerken würde. Ich lebe allein, und so kann ich diese Phasen größtenteils sehr gut verstecken. Schon als Kind hatte ich Essanfälle, seit ich klein bin, konnte ich diese nicht in den Griff bekommen. Nun hoffe ich sehr, dass mir dein Programm hilft. Vielleicht ist es auch einfach eine Sucht oder ein Suchtverhalten, und ich brauche es, mein Essen zu dokumentieren, vorzukochen und zu gegebenen Zeiten zu essen. Es fällt mir schwer, kontrolliert und maßvoll zu essen, wenn ich nicht portionsweise vorkoche oder genau plane, wann ich was esse. Danke für deine Gedanken dazu!

Alles Gute,

Was du tun solltest, wenn du es einfach nicht bei einem Stück Schokolade belassen kannst?

Liebe Julia,

ich liebe Schokolade, aber immer wieder frage ich mich, ob es eher eine Sucht ist. Wenn ich Schokolade zu Hause habe, esse ich (heimlich) solange, dass es auch gut 200/300 g auf einmal sein können, bis alles aufgegessen ist. Ich höre immer wieder eine innere Stimme, die sagt „Stopp, hör auf, nachher ist dir übel“. Dann sagt meine andere innere Stimme „Ja, aber sie schmeckt so lecker“. Dieser Dialog findet einige Male statt, bis ich nachgebe und weiter esse. Ich frage mich, warum ich so handle… Als Kind durfte ich in Massen Süßigkeiten essen (es gab keine Verbote) und auch musste ich niemals den Teller aufessen.

Ich habe für mich entschieden, dass es besser für mich ist, wenn ich keine Schokolade zu Hause habe, aber manchmal bekomme ich welche geschenkt, und dann esse ich diese, und mein Verlangen ist wieder so stark, dass ich selbst welche kaufe… Bis irgendwann diese innere Stimme wieder laut „Stopp“ ruft, und ich auf „Entzug“ gehe. Glaubst du, dass ich einen genussvollen Umgang (wieder) lernen kann? Ich möchte es lernen! Vor allem auch, weil ich ein gutes Vorbild für meine kleine Tochter sein möchte. Außerdem spüre ich ganz stark, dass es mir nicht guttut.

Hast du sonst noch einen Rat für mich? Vielen Dank und LG,

Was du tun solltest, wenn du ständig zwischen strikten Diäten und maßlosem Essverhalten hin und her pendelst?

Liebe Julia,

ich habe während des Führens des Ernährungstagebuchs Folgendes festgestellt: Es fiel mir extrem schwer, Emotionen zu benennen, da ich im Grunde nur aus Hunger gegessen habe. Zudem habe ich mir Kalorien aufgespart, die ich mir dann als „Genuss“ gegönnt habe – und war trotzdem immer im Kaloriendefizit. Klingt erst mal „vorbildlich“, ist aber leider ein Trugschluss 😔 Dank der Beschäftigung mit deinen Büchern und Podcasts ist mir erst kürzlich bewusst geworden, dass mein Essverhalten schon seit über 40 Jahren immer das gleiche Muster aufweist: Ich schaffe es über Monate diszipliniert und gesund zu essen und auch ausreichend Bewegung in meinen Alltag einzubauen. Ich habe schon unzählige Male viele Kilos abgenommen und mein Wohlfühlgewicht immer wieder erreicht (ich war nie extrem, sondern eher leicht übergewichtig; moppelig nannte man das früher…) Leider passiert dann aber IMMER wieder das gleiche: Ich bin es leid, Kalorien/Punkte zu zählen, fange an zu „schludern“, sehe nicht ein, warum ich mich immer wieder einschränken muss (während z.B. mein Mann „fröhlich“ alles isst, auf was er Lust hat und mit seinem leichten Übergewicht kein Problem hat (fällt bei seiner Größe in der Tat kaum auf) und nehme immer wieder langsam aber stetig zu. Während dieser Phase tobt ein regelrechter Kampf in meinem Kopf: Einerseits die Stimme, die sagt: gönn dir, man lebt nur ein Mal, Essen und sich was gönnen ist Lebensqualität etc. Ganz besonders schlimm ist es in der Advents- und Weihnachtszeit; da brechen quasi alle Dämme und ich kann dieser „Stimme“ nichts entgegensetzen (nein, zuckerfreie Plätzchen schmecken einfach nicht wirklich gut 🥴) Das geht so lange, bis ich wieder total unzufrieden bin, mich abwerte und mich extrem für mein Verhalten verurteile. Klingt jetzt blöd, aber ich weiß immer noch nicht genau, ob das emotionales Essen ist… habe den Begriff interessanterweise bisher nie auf mich bezogen… Wenn der Leidensdruck dann (endlich) wieder groß genug ist, gewinnt die vernünftige Stimme wieder und ich fange erneut an, meine Ernährung umzustellen und gesund und im Rahmen zu essen. Ich will das nicht mehr!!! Ich habe schon viele Therapien gemacht, da ich leider über viele Jahre ein Entwicklungstrauma erlebt habe. Ich denke schon, dass ich sehr reflektiert bin, habe allerdings noch nie den Bezug zwischen Trauma und meinem Essverhalten hergestellt. Nun setze ich große Hoffnung in dein Programm und frage mich/dich, wie ich es schaffe, dieses Muster zu durchbrechen? Glaubst du, dass ich es schaffen kann? Ich selbst kann es noch nicht wirklich glauben, will es aber unbedingt! Bisher habe ich als Grund für dieses Muster Trotz und leider auch Bestrafung herausgespürt, bin mir aber nicht wirklich sicher…

Puh, langer Post – Danke fürs Lesen.

Liebe Grüße,

Wie du auf Ängsten anstelle von Essen reagieren kannst?

Liebe Julia,

ich habe die Übung „Emotionen verstehen“ gemacht und festgestellt, dass alle 4 negativen Gefühle „Stress, Trauer, Wut und Angst“ auf mich zutreffen.

Für die ersten 3 wusste ich recht viel, wie ich das Essen als Lösung ersetzen kann.

Beim Thema Angst tue ich mir sehr schwer. Hier finde ich kaum Zugang.

Hintergrund: Ich war über Jahre hinweg von der 5. Klasse bis zum 25. Lebensjahr Mobbingopfer. Aus dieser Zeit habe ich eine Art „Menschenangst“ und „Versagensangst“ entwickelt, die ich zwar nicht mehr auslebe (Isolation), die mich aber regelmäßig triggern, wenn ich verunsichert bin, z. B. in größeren Gruppen, die ich nicht kenne, bei neuen Begegnungen mit Menschen, die ich nicht einschätzen kann, oder die ich nicht „spüren/fühlen“ kann, usw.

Äußerlich würde mir das nie jemand anmerken, da ich ehrenamtlich in der Kirche und im Verein engagiert bin und mich auch sonst im Ort blicken lasse. Zudem habe ich einen Job, bei dem ich „im Licht der Öffentlichkeit“ stehe und mich nicht wirklich verstecken kann. Aber innerlich zerfrisst mich das an manchen Tagen oder in speziellen Situationen, was unweigerlich in Panik und regelrecht ausufernden Süßigkeiten-Fressattacken endet, die ich bislang nicht stoppen kann.

Ich habe mich aufgrund dieser „Anfälligkeit für negative Emotionen“ im letzten Jahr unter anderem mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigt und festgestellt, dass ich mich zu 100% darin wiederfinde und durch das Mobbing bedingt auch ein sehr gutes und intensives Gespür für Stimmungen von Menschen und Situationen entwickelt habe.

Beides kann ich seither auch als Stärke erkennen und respektieren und weiß, dass ich daher auch stärker auf Stress reagiere und mehr Ruhe als „normale“ Menschen brauche. Allerdings habe ich diese Angst immer noch; das Mobbing hat mich sehr geprägt, zumal ich keinen Schutz von zu Hause hatte, sondern auf mich allein gestellt war.

Ich finde hier einfach keine Lösung, wie ich mit dieser Emotion besser umgehen kann.

Was kann ich tun? Hast du eine Idee?

Wie du es schaffst, dich freier und intuitiver zu ernähren?

Liebe Julia, danke erstmal für deine empathischen und ausführlichen Antworten! Ich habe folgendes Thema: Ich will unbedingt freier leben, dh keine Kalorien zählen und auch keine krassen Verbote mehr haben (keine Nachspeisen erlaubt etc.), sondern entspannt Gewicht verlieren. Auf eine Art und Weise, wie ich sie für immer leben kann. Jetzt tut sich auf der Waage nichts (bzw. geht leicht nach oben), obwohl ich sehr darauf achte, nur nach Hunger zu essen und auch auf unnötiges (Kuchen in der Arbeit) zu verzichten. Erster Erfolg: keine Essattacken mehr, seit ich gesunde kleine Snacks esse, wenn ich sie brauche und mir Pausen gönne 🙌🏻 Meine Frage ist aber: Wie setze ich mir im Plan gleichzeitig Regeln, wenn ich gleichzeitig mehr im Vertrauen auf meinen Körper essen will – und auch abnehmen möchte? Wie finde ich also die Balance zwischen intuitivem Essen und Abnahme? Ich hab da gerade einen Knoten im Kopf. Überlege gerade, mein Abnehmziel runterzuschrauben, um mehr Druck rauszunehmen. Was hältst du davon? Ist das wieder eine Ausrede?

Wie ich dich dabei unterstützen kann, dich von Essanfällen, suchtartigem Essverhalten oder restriktiven Zwängen beim Essen zu befreien

Wenn du statt Diät zu halten an den Ursachen für dein Essverhalten arbeiten 

möchtest, um nicht nur dein Wunschgewicht zu erreichen, sondern es auch dauerhaft zu halten, dann ist mein 10-wöchiges Online-Coaching-Programm „LIFESTYLE SCHLANK“ genau das Richtige für dich. In diesem Programm unterstütze ich Menschen dabei, ihr inneres Kind zu heilen, emotionales Essen aufzulösen, ihre Selbstliebe zu stärken und ihren ganz eigenen, auf ihre Bedürfnisse angepassten Plan zu erstellen, der sie ohne Diät zum Wunschgewicht führt.

Außerdem fange ich die Teilnehmer bei Rückschlägen immer wieder auf und motiviere sie, weiter ihren Weg zu verfolgen.

Kostenfreier Workshop

Wenn du mit deinem inneren Kind arbeiten und emotionale Verknüpfungen mit dem Essen endgültig auflösen möchtest, lade ich dich herzlich zu meinem kostenfreien Online-Seminar "Das Kind in dir muss satt werden - Wie du dich in 4 Schritten durch innere Kind-Heilung von emotionalem Essen befreist" ein.

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Dein Podcast rund um die Themen persönliche Weiterentwicklung, körperliches Wohlbefinden und Selbstliebe.Was wir für eine schlanke Figur tun müssten, wissen wir wahrscheinlich alle, oder?