276 Auswirkungen von Kindheitstraumata auf das Essverhalten und wie du es schaffst zu heilen – Interview mit Teilnehmerin Veneta

Erfahre, was Kindheitstraumata sind, wie sie entstehen und welchen Einfluss sie auf dein Essverhalten haben. Lerne neue Bewältigungsstrategien kennen.

In dieser Episode spreche ich mit Veneta einer ehemaligen Teilnehmerin meines 10-wöchigen Online-Coaching-Programms Lifestyle schlank. 

Veneta ist eine außergewöhnliche 62-jährig Frau, die eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen hat. Veneta hat in ihrem Elternhaus viel Gewalt durch ihren Vater erlebt, während ihre Mutter mit der Überforderung kämpfte, sowohl mit der Gewalt als auch mit der Verantwortung, sich um drei Kinder zu kümmern. Dadurch fühlte sich Veneta oft vernachlässigt und ungeliebt

Essen wurde für sie zu einem Weg, sich geborgen und geliebt zu fühlen. Von ihrer Mutter wurde Veneta für ihr Essverhalten bestraft und gemaßregelt was dazu führte das sie heimlich aß. Der einzige  Ort, an dem sie sich als Kind wohl und akzeptiert fühlte, war bei ihrer Oma. Bei Oma durfte sie immer essen, was sie wollte, und dieses positive Erlebnis hat sich tief in ihrem Unterbewusstsein verankert und das Essen stark emotional verknüpft.

Veneta spürte schon seit langer Zeit, dass ihr Essverhalten ein Ventil für ihre unterdrückten Emotionen war. Allerdings wusste sie nicht, wie sie dieses Problem angehen sollte, bis sie meinen Podcast entdeckte und schließlich den Entschluss fasste, sich für mein 10-wöchiges Online-Coaching-Programm „Lifestyle schlank“ anzumelden.

In diesem Programm arbeitet Veneta intensiv an den tief verwurzelten Glaubenssätzen, die aus ihrer schwierigen Kindheit entstanden sind, insbesondere dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Sie lernt, Selbstliebe zu entwickeln und ihre eigenen Bedürfnisse wertzuschätzen. Dieser Prozess ermöglicht es ihr nicht nur, 5 kg Gewicht zu verlieren, sondern auch eine erstaunliche Verbesserung ihrer Lebensqualität zu erfahren.

Ihre Geschichte ist nicht nur inspirierend, sondern erinnert uns auch daran, dass es nie zu spät ist, an sich selbst zu arbeiten und positive Veränderungen vorzunehmen.

Ich wünsche dir wie immer viel Freude und viele neue Erkenntnisse beim Zuhören.

Was sind Kindheitstraumata

Kindheitstraumata sind belastende Erfahrungen oder Ereignisse, die während der Kindheit auftreten und langfristige negative Auswirkungen auf das emotionale und psychische Wohlbefinden haben können. Diese Traumata können verschiedene Formen annehmen, darunter Missbrauch (physisch, sexuell oder emotional), Vernachlässigung, Trennung oder Verlust eines Elternteils, schwere Krankheit oder Unfälle, sowie andere traumatische Ereignisse.

Meine Teilnehmerin Veneta entwickelte ein Trauma aufgrund häuslicher Gewalt von ihrem Vater und der damit verbundenen Überforderung sowie der daraus resultierenden Vernachlässigung durch ihre Mutter.

Welche Auswirkungen haben Kindheitstraumata?

Traumatische Erfahrungen in der Kindheit können das Vertrauen und das Sicherheitsgefühl eines Kindes erschüttern, die Entwicklung gesunder Beziehungen beeinträchtigen und langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben. Sie können zu Problemen wie Angststörungen, Depressionen, Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), Sucht, Essstörungen und selbstverletzendem Verhalten führen.

Meine Teilnehmerin Veneta entwickelt aufgrund der traumatischen Erlebnisse durch die Gewalt ihres Vaters und der fehlenden Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Mutter eine Essstörung.

Welche Auswirkungen haben Kindheitstraumata auf das Essverhalten?

Traumatische Erfahrungen in der Kindheit können zu Essstörungen wie Anorexie, Bulimie oder Binge-Eating-Störungen oder Emotionalem Essen führen. Diese Strategien können als Bewältigungsmechanismus dienen, um mit den emotionalen Belastungen umzugehen oder um ein Gefühl von Kontrolle über das Leben zu erlangen.

Was versteht man unter Essen als Bewältigungsstrategie?

Eine Bewältigungsstrategie ist eine Methode oder ein Verhaltensmuster, das eine Person einsetzt, um mit Stress, Belastungen, schwierigen Situationen oder emotionalen Herausforderungen umzugehen. Diese Strategien dienen dazu, die psychische und emotionale Belastung zu reduzieren oder zu bewältigen. 

Essen als Bewältigungsstrategie bezeichnet die Nutzung von Nahrungsmitteln, um mit emotionalen Belastungen, Stress oder schwierigen Situationen umzugehen. Personen können Essen als Mittel zur Bewältigung unangenehmer Gefühle verwenden, um Trost zu finden oder um vorübergehend eine Ablenkung von emotionalen Herausforderungen zu erhalten. Diese Strategie kann dazu führen, dass Menschen in Zeiten von Stress oder emotionalen Belastungen vermehrt Essen konsumieren, auch wenn sie keinen Hunger verspüren, was langfristig zu ungesundem Essverhalten oder der Entwicklung von Essstörungen führen kann.

4 Möglichkeiten, wie Essen als Bewältigungsmechanismus verwendet werden kann:

  1. Emotionales Essen: Manche Menschen neigen dazu, zu essen, um unangenehme Emotionen zu betäuben oder zu vermeiden. Essen kann vorübergehend Trost oder Ablenkung bieten und als Mittel dienen, um Stress, Traurigkeit, Langeweile oder Einsamkeit zu bewältigen. Meine Teilnehmerin Veneta zum Beispiel fängt schon früh an, sich mit dem Essen zu trösten. Im Interview erzählt sie, wie sie bereits in jungen Jahren ihr ganzes Taschengeld für Süßigkeiten ausgibt und diese heimlich isst.
  2. Stressbewältigung: Essen kann als Reaktion auf Stress dienen, da bestimmte Nahrungsmittel und Geschmackserlebnisse die Freisetzung von Neurotransmittern wie Endorphinen und Glückshormonen wie Dopamin stimulieren können. Diese Hormone können vorübergehende Gefühle des Wohlbefindens und der Entspannung hervorrufen.
  3. Kontrolle und Sicherheit: In Situationen, in denen sich jemand machtlos oder unsicher fühlt, kann die Kontrolle über das Essen eine Möglichkeit sein, ein Gefühl von Kontrolle zurückzugewinnen. Die Einschränkung oder Kontrolle der Nahrungsaufnahme kann als Möglichkeit empfunden werden, zumindest einen Bereich des Lebens zu beherrschen.
  4. Anker für positive Gefühle: Positive Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle werden häufig mit dem Essen verknüpft, sodass bestimmte Nahrungsmittel bestimmte Gefühle im gegenwärtigen Moment wieder aufleben lassen können. Zum Beispiel hat meine Teilnehmerin Veneta bestimmte Lebensmittel mit einem Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit verknüpft, da sie diese immer bei ihrer Oma gegessen hat. Auch heute, wenn sie diese gleichen Speisen isst, fühlt sie sich sicher und geborgen.

Die Auswahl der Bewältigungsstrategie hängt oft von der individuellen Situation, den verfügbaren Ressourcen und den persönlichen Präferenzen ab. 

Wie kann man Kindheitstraumata heilen und neue Bewältigungsstrategien anstelle des Essens entwickeln?

Schwere Kindheitstraumata sollten auf jeden Fall psychotherapeutisch behandelt werden. Verschiedene Therapieansätze wie kognitive Verhaltenstherapie (CBT), traumafokussierte Therapie, EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) oder psychodynamische Therapie können hilfreich sein, um die zugrunde liegenden Traumata zu verstehen, belastende Erinnerungen zu verarbeiten und neue Bewältigungsstrategien zu erlernen. In weniger schwerwiegenden Fällen kann auch Coaching helfen, wie man im Fall von Veneta sieht.

Hier sind Venetas 7 besten Tipps, wie ihr das Lifestyle-Schlank-Programm geholfen hat, sich von den belastenden Erfahrungen ihrer Kindheit und dem emotionalen Essen zu befreien.

  1. Wahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen: Da Veneta ihr Leben lang Essen als Mittel zur Betäubung ihrer Gefühle verwendet hat, war sie sich ihrer wahren Gefühle und Bedürfnisse nie bewusst. Im Rahmen des Programms lernt sie, ihre Gefühle mithilfe eines Tagebuchs zu dokumentieren. Dies fördert ihre Achtsamkeit und Sensibilität gegenüber ihren eigenen Emotionen.
  2. Handlungsbedarfssignale erkennen: In meinem Programm betrachte ich Gefühle als Hinweise für Handlungsbedarf. Das bedeutet, dass jedes Gefühl eine Botschaft für uns bereithält, die uns sagt, welche Veränderungen wir vornehmen können, um Verbesserungen herbeizuführen.
  3. Meditation und Hypnotherapie: Da die meisten Probleme aus unbewussten Programmierungen in unserer Kindheit entstehen, können sie nicht allein auf der Ebene des Verstandes gelöst werden. Es ist wichtig, das Unterbewusstsein in Veränderungsprozesse einzubeziehen. Meditation und Hypnotherapie eignen sich dafür besonders gut und haben Veneta sehr geholfen.
  4. Professionelle Begleitung: In den 10 Wochen des Programms bin ich rund um die Uhr für meine Teilnehmer erreichbar. Ich unterstütze sie bei Rückschlägen, motiviere sie und helfe ihnen, ihre blinden Flecken zu erkennen. Die Gewissheit, jemanden an der Seite zu haben, der sich durch seine jahrelange Erfahrung sehr gut mit der Thematik auskennt, hat Veneta nach eigenen Angaben sehr geholfen.
  5. Kontakt zu Gleichgesinnten: Im Programm gibt es auch Austauschgruppen unter den Teilnehmern. Den meisten Menschen tut es sehr gut zu erkennen, dass sie mit ihrer Problematik nicht allein sind. Die gegenseitige Unterstützung motiviert, macht Mut und schenkt Sicherheit und Halt.
  6. Selbstliebe stärken: Vor dem Programm war das Wort Selbstliebe für Veneta ein Fremdwort. Im Programm arbeitet sie mithilfe von Übungen, Audios und Affirmationen daran, ihre Selbstliebe zu stärken, was ihr gelingt und einen entscheidenden Unterschied in ihrem heutigen Leben macht.
  7. Auflösung von Glaubenssätzen: Kinder neigen dazu, bis zu einem gewissen Alter alles auf sich zu beziehen. Wenn Kinder wie Veneta in ihrer Kindheit Gewalt erfahren, denken sie nicht, dass etwas mit ihren Eltern nicht stimmt, sondern dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Daraus resultieren bestimmte Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „nicht liebenswert genug“. Die Auflösung solcher Glaubenssätze ist entscheidend für den Heilungsprozess.

Das Allerwichtigste ist immer, sich selbst die Chance zu geben, Heilung zu erfahren, neue Erfahrungen zu machen und sich selbst nicht als hoffnungslosen Fall zu betrachten. Jeder von uns hat die Möglichkeit, sich bis ins hohe Alter von belastenden Erfahrungen und den daraus resultierenden Verhaltensweisen zu befreien, wie Venetas Geschichte zeigt. Oft benötigen wir auf diesem Weg Unterstützung, und es ist wichtig, dass wir uns selbst genug wertschätzen, um diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie ich dich unterstützen kann

Wenn du statt Diäten zu halten an den Ursachen für dein Essverhalten arbeiten möchtest, dein inneres Kind heilen und Emotionales Essen auflösen willst, dann ist mein 10-wöchiges Online-Coaching-Programm „LIFESTYLE SCHLANK“ genau das Richtige für dich.

Das Ziel des Programms ist es, dich dabei zu unterstützen, wieder ein liebevolleres Verhältnis zu deinem Körper, deinem Essverhalten und vor allem zu dir selbst aufzubauen, während du gleichzeitig dein Wohlfühlgewicht ohne Diät erreichst.

Kostenfreier Workshop

Wenn du mit deinem inneren Kind arbeiten und emotionale Verknüpfungen mit dem Essen endgültig auflösen möchtest, lade ich dich herzlich zu meinem kostenfreien Online-Seminar "Das Kind in dir muss satt werden - Wie du dich in 4 Schritten durch innere Kind-Heilung von emotionalem Essen befreist" ein.

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