275 5 Schritte, um deinen inneren Rebell zu besänftigen und endlich ohne Kampf nachhaltige Abnehmerfolge zu erzielen

Abnehmen fühlt sich wie ein Kampf an? Das könnte an deinem inneren Rebell liegen. Hier erfährst du, wie du nachhaltig ohne Kampf abnimmst.

In der heutigen Folge von LIFESTYLE SCHLANK spreche ich mit dir über ein Thema, das sehr viele Menschen daran hindert, langfristig und nachhaltig etwas an ihrem Essverhalten oder Gewicht zu verändern.

Ein innerer Widerstand, den ich immer den inneren Rebell nenne. Ein Rebell, der FÜR Selbstbestimmtheit und GEGEN falsche Schönheitsideale kämpft und dabei nicht bemerkt, dass er am Ende leider auch gegen sich selbst kämpft.

Wir sprechen in dieser Folge darüber, wie und warum dieser Rebell entsteht, welche Auswirkungen er auf dich und dein Leben hat und ich gebe dir 5 Schritte an die Hand wie du ihn zähmen kannst, damit du nicht länger gegen dich selbst rebellierst und nachhaltige Abnehmerfolge feiern kannst.

2 Gründe, warum wir uns oft unbewusst gegen das Abnehmen wehren

Als Coach für Emotionales Essen habe ich festgestellt, dass viele Menschen sich innerlich gegen das Abnehmen wehren, obwohl sie es gleichzeitig unbedingt wollen. Dieser Widerstand führt oft zu frustrierenden Ergebnissen: Diäten werden begonnen, aber schnell wieder aufgegeben.

Aber warum rebellieren wir überhaupt gegen etwas, das wir uns eigentlich wünschen? Die Gründe können vielfältig sein, aber sie führen oft zu einem inneren Konflikt zwischen dem Verstand, der das Abnehmen will, und einem tiefer liegenden Gefühl, das dagegen ankämpft.

Grund #1: Dein psychisches Grundbedürfnis nach Autonomie wurde verletzt

Das Bedürfnis nach Autonomie ist eines unserer psychischen Grundbedürfnisse, das oft schon in der Kindheit geprägt wird. Wenn Eltern ihren Kindern wenig Raum für selbstständige Entscheidungen lassen und stattdessen stark reglementieren, kann dies einen inneren Widerstand gegen jede Form von Autorität auslösen. Dieser Widerstand kann sich auch auf Regeln zum Essverhalten auswirken.

Die Reaktionen auf diese Verletzung der Autonomie können vielfältig sein. Einige Menschen beginnen heimlich zu essen, während andere, sobald sie aus dem Elternhaus ausziehen, regelrecht über das Essen herfallen, das ihnen zuvor verwehrt war. Essen wird dann nicht nur zu einer Nahrungsaufnahme, sondern auch zu einem Symbol der Freiheit. Selbst wenn das Essverhalten in der Kindheit nicht streng kontrolliert wurde, können strenge Regeln in anderen Lebensbereichen dazu führen, dass Essen zur rebellischen Handlung wird.

Essen bietet eine einfache Möglichkeit, sich gegen Regeln aufzulehnen, besonders wenn andere Formen der Rebellion nicht so leicht möglich sind. Daher werden Diäten und Ernährungsumstellungen oft als Feind betrachtet, da sie erneut Regeln mit sich bringen. Doch trotz des Widerstands gegen Diäten finden viele Menschen früher oder später aus einem hohen Leidensdruck heraus den Weg zu einer Diät.

Für diese Menschen fühlen sich Diäten jedoch wie ein Verrat an sich selbst an, da sie den inneren Widerstand gegen jede Form von Einschränkung verstärken. Solange dieser innere Konflikt besteht, ist langfristiger Erfolg beim Abnehmen kaum möglich. Daher ist es wichtig, diesen inneren Konflikt zu verstehen und anzugehen, um eine nachhaltige Veränderung im Essverhalten zu erreichen.

Grund #2: Auflehnung gegen falsche Schönheitsideale

Eine weitere Quelle des inneren Rebellen ist die Erfahrung von Bodyshaming oder Mobbing, sei es innerhalb der Familie, in der Schule oder im späteren Leben.

Wenn Menschen aufgrund ihres Körpers beurteilt oder gar verurteilt werden, entsteht oft ein tiefes Gefühl der Ablehnung gegenüber dieser oberflächlichen Bewertung. Dies ist auch eine gesunde und richtige Reaktion auf eine Welt, die den Wert eines Menschen oft an äußerlichen Merkmalen festmacht.

Der Wert eines Menschen sollte nicht anhand seines Aussehens gemessen werden, und niemand sollte seinen eigenen Wert an solchen oberflächlichen Kriterien festmachen. Unser innerer Wert als Mensch ist unabhängig von unserem Äußeren.

Um dies zu veranschaulichen, habe ich ein kurzes Video aufgenommen, das diesen Punkt verdeutlicht.

Unser Wert als Mensch bleibt konstant, unabhängig von äußerlichen Merkmalen wie Gewicht oder Aussehen. Es ist richtig, sich gegen Schönheitsideale zu wehren, aber wir müssen aufpassen, dass diese Rebellion nicht zu einer Selbstablehnung wird. 

Denn trotzdem trägt jeder Mensch ein gesundes Bedürfnis in sich, sich in seinem Körper wohlzufühlen und gesund zu sein, das nichts mit gesellschaftlichen Normen zu tun hat.

Niemand fühlt sich wohl, wenn er sich mit Essen vollstopft oder die Kontrolle darüber verliert. Der innere Widerstand gegen das Abnehmen entsteht oft aus dem Gefühl, den Urteilen anderer gerecht werden zu müssen. Es ist wichtig zu erkennen, dass Abnehmen nicht bedeutet, sich falschen Schönheitsidealen anzupassen, sondern sich selbst Gutes zu tun.

So besänftigt du deinen inneren Rebell und erzielst nachhaltige Abnehmerfolge

Mit den folgenden 5 Schritten gelingt es dir, den inneren Rebell zu zähmen und nachhaltige Abnehmerfolge zu erzielen.

Schritt 1: Selbstreflexion

Im ersten Schritt ist es wichtig, zu reflektieren, ob du solche Erfahrungen gemacht hast und ob sich daraus möglicherweise ein innerer Rebell entwickelt hat.

Schritt 2: Bewusstwerdung der Autonomie

Mache dir bewusst, dass du heute erwachsen bist und immer deine eigenen Entscheidungen bezüglich des Essens treffen kannst. Du bist unabhängig und selbstbestimmt. Es gibt niemanden mehr, der dir das Essen verbieten kann. 

Wenn es sich wie ein „Muss“ anfühlt, empfehle ich dir, einmal aufzuschreiben, warum du glaubst, abnehmen zu müssen.

Zum Beispiel:

  • „Ich muss abnehmen, um attraktiv zu sein“
  • „Ich muss abnehmen, um gesund zu sein“.

Es ist wichtig, die Gründe für dieses Gefühl des „Müssens“ zu identifizieren und zu hinterfragen.

Schritt 3: Mache dir bewusst, dass du eigentlich nichts musst

Nimm dir einen Zettel und einen Stift und notiere dir Begründungen dafür, dass du gar nichts musst. 

Zum Beispiel:

  • Anstatt zu denken „Ich muss abnehmen, um attraktiv zu sein“, formuliere es so: „Ich bin attraktiv, unabhängig von meinem Gewicht, und es ist okay, wenn nicht jeder das genauso sieht.“ 
  • Anstatt zu denken „Ich muss abnehmen, um meine Eltern oder meinen Partner glücklich zu machen“, formuliere es so: „Ich bin nicht für das Glück meiner Eltern oder meines Partners verantwortlich. Sie müssen sich selbst um ihr Glück kümmern, und wenn sie dieses von meinem Gewicht abhängig machen, dann ist das ihre Entscheidung.“ 

Indem du diese „Muss“-Gedanken hinterfragst und durch positive Alternativen ersetzt, kannst du erkennen, dass du eigentlich keine Zwänge hast und, dass dein Wert als Mensch unabhängig von äußeren Umständen ist.

Schritt 4: Identifiziere deine wahren Motive und Ziele

In diesem Schritt geht es darum, herauszufinden, was DU wirklich willst, unabhängig von gesellschaftlichen Normen oder Erwartungen. Wie Karin Kuschik treffend sagte: 

Wollen ist wie müssen, nur freiwillig.

Das Wort „müssen“ setzt uns unter Druck und kann unser Stresslevel erhöhen, wie Studien zeigen. Die Frage lautet also: Musst du oder willst du? Oft fehlt Menschen, die denken, sie müssen, das Bewusstsein des selbstbestimmten Wollens. 

  • Niemand zwingt dich, abzunehmen. 
  • Niemand zwingt dich, Sport zu machen. 
  • Niemand zwingt dich, gesünder zu leben. 

Wenn du dich dazu entschließt, etwas zu ändern, dann weil du es WILLST.

Daher ist es in diesem Schritt wichtig, dir bewusst zu machen, was du wirklich willst. Schreibe auf, was du erreichen möchtest und vor allem warum. Dabei geht es nicht nur darum, eine bestimmte Zahl auf der Waage zu sehen, sondern darum, einen bestimmten Gefühlszustand zu erreichen. Finde dein ganz persönliches „Warum“, das nur mit dir zu tun hat.

Schritt 5: Reframing von „Müssen“ zu „Wollen“

Im fünften Schritt geht es darum, sich darauf zu trainieren, deine Bedürfnisse und Ziele auch sprachlich als persönlichen Wunsch auszudrücken. Anstatt zu sagen „Ich MUSS mich gesund ernähren“, sagst du dir stattdessen in Zukunft „Ich MÖCHTE mich gesund ernähren, um…“ und fügst dein persönliches „Warum“ hinzu. Dies könnte sein, um dich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen, um fitter zu sein oder einfach um dich leichter zu fühlen.

Indem du das Wort „müssen“ aus deinem Vokabular streichst, vermeidest du es, den kleinen Rebell in dir zu triggern, und suggerierst gleichzeitig deinem Unterbewusstsein, dass du eine Wahl hast und die Entscheidung deine eigene ist.

Fazit: Rebellion ist berechtigt, solange sie sich nicht gegen dich selbst richtet

Abschließend ist es mir wichtig zu sagen, dass der kleine innere Rebell nicht dein Feind ist, sondern lange Zeit eine Schutzfunktion für dich übernommen hat. Er hat dir geholfen, für deine Unabhängigkeit einzustehen und dich gegenüber oberflächlichen Bewertungen abzugrenzen.

Du solltest nur darauf achten, wann sich der Rebell nicht mehr gegen die Außenwelt richtet, sondern gegen dich selbst. Denn die Rebellion, die ja eigentlich ein Schutzmechanismus ist, verliert seine eigentliche Funktion in dem Moment, in dem sie dich nicht von anderen Menschen, sondern von dir selbst abgrenzt.

Es gibt keinen Grund, wenn du dich nicht wohl mit deinem Essverhalten oder in deinem Körper fühlst, warum du das dir zu Liebe nicht ändern solltest. Wenn du weiter darunter leidest, schadest du weder deinen Eltern noch der Gesellschaft, sondern ausschließlich dir selbst.

Wie ich dir helfen kann, deinen inneren Rebell zu bändigen und nachhaltig dein Wunschgewicht zu erreichen

Wenn du statt Diät zu halten an den Ursachen für dein Essverhalten arbeiten möchtest, um nicht nur dein Wunschgewicht zu erreichen, sondern es auch dauerhaft zu halten, dann ist mein 10-wöchiges Online-Coaching-Programm „LIFESTYLE SCHLANK“ genau das Richtige für dich. In diesem Programm unterstütze ich Menschen dabei, ihr inneres Kind zu heilen, emotionales Essen aufzulösen, ihre Selbstliebe zu stärken und ihren ganz eigenen, auf ihre Bedürfnisse angepassten Plan zu erstellen, der sie ohne Diät zum Wunschgewicht führt. Außerdem fange ich die Teilnehmer bei Rückschlägen immer wieder auf und motiviere sie, weiter ihren Weg zu verfolgen.

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